Leserbriefe: Ami Chen Mills, Psychedelika und Trump
Der Leserbriefbeitrag nennt Psychedelika und Donald Trump sowie die Person Ami Chen Mills; mehr ist aus der Überschrift nicht ersichtlich.
Forschung & Anwendung – laufend gesammelt aus Wissenschaft und Fachportalen
„Psychedelics“ Filter zurücksetzen
Der Leserbriefbeitrag nennt Psychedelika und Donald Trump sowie die Person Ami Chen Mills; mehr ist aus der Überschrift nicht ersichtlich.
Ein Artikel von Lucys Magazin beschreibt die Harvard University als begründeten Geburtsort der US-amerikanischen Psychedelik. Weitere Details sind im verfügbaren Text nicht enthalten.
Ein Beitrag des Genetic Literacy Project thematisiert, wie Psychedelika das Gehirn verändern. Mehr ist aus der Überschrift nicht ersichtlich.
Ein Übersichtsartikel betrachtet psychedelische Therapien aus klinischer, methodischer, ethischer und implementierungswissenschaftlicher Sicht. Die Autorinnen und Autoren argumentieren, dass bisherige Studien vor allem einen Wirksamkeitsnachweis unter kontrollierten Bedingungen erbringen, nicht aber die Reife für eine breite klinische Anwendung. Nötig seien stärkere Belege zu Dauerhaftigkeit, Sicherheitsmonitoring, vergleichender Wirksamkeit und Alltagsimplementierung.
Eine Antwort in der Zeitschrift Postępy Psychiatrii i Neurologii bezieht sich auf eine frühere Arbeit zu öffentlichen Einstellungen gegenüber Psychedelika in Polen.
Ein Artikel von Scientific American berichtet laut Schlagzeile, dass Psychedelika eine "verborgene Ordnung" in der Hirnaktivität erzeugen können. Dies könnte erklären, wie sie das Selbstgefühl beeinflussen.
Eine Tierstudie an männlichen C57BL/6J-Mäusen untersuchte, wie Psilocin, der aktive Metabolit von Psilocybin, die zeitliche Wahrnehmung im Temporal Discrimination Task beeinflusst. Die Wirkung liess sich durch den 5-HT2A-Antagonisten M100907, nicht aber durch den 5-HT1A-Antagonisten WAY-100,635 blockieren. Zudem ahmte die Infusion von DOI in den medialen präfrontalen Kortex die systemische Wirkung nach, was auf eine Rolle dieser Hirnregion hindeutet.
Diese Übersichtsarbeit im Journal of Neurotrauma beschreibt, wie Psychoplastogene wie Ketamin, Psilocybin und DMT die Neuroplastizität fördern könnten. Sie untersucht dies für chronische kognitive Defizite nach traumatischer Hirnverletzung, für die bislang keine wirksamen medikamentösen Therapien existieren. Die Autorinnen und Autoren sehen einen dringenden Forschungsbedarf in der chronischen Phase der Erkrankung.
Dieser narrative Review fasst molekulare, zelluläre, neuronale und bildgebende Befunde zu Ketamin bei Depression zusammen und prüft, ob die Normalisierung einer pathologischen Gehirntopologie ein gemeinsamer systemischer Wirkweg ist. Laut Review erhöht Ketamin innerhalb von Stunden die globale Konnektivität und die Signalvielfalt in fMRT- und EEG-Befunden. Die Autoren schlagen vor, dass Ketamins molekulare Wirkungen notwendig, aber nicht hinreichend sind.
Zwei Querschnittsstudien untersuchten, wie häufig Meditation mit psychoaktiven Substanzen kombiniert wird. Studie 1 (N = 1391) zeigte, dass Alkohol (29%), Cannabis (19%) und Nikotin (16%) häufiger mit Meditation kombiniert wurden als klassische Psychedelika (6%). Die Zusammenhänge mit Wohlbefinden waren uneinheitlich; Alkohol mit Meditation ging mit besserem Wohlbefinden einher.
Eine Preprint-Studie auf bioRxiv untersuchte, wie die Psychedelika LSD und DMT die neurovaskuläre Kopplung im Ruhezustand verändern. Mithilfe eines Algorithmus zur blinden Dekonvolution des BOLD-Signals fanden die Autorinnen und Autoren in serotoninreichen Hirnregionen längere hämodynamische Verzögerungen unter beiden Substanzen. Die Ergebnisse legen nahe, dass vaskuläre Effekte bei künftigen Neuroimaging-Studien berücksichtigt werden sollten.
Eine Sekundäranalyse der Global Psychedelic Survey 2023 (N = 6378) verglich 212 autistische Erwachsene, die Psychedelika therapeutisch nutzen, mit anderen Konsumierenden (n = 6166). Die autistische Gruppe berichtete häufiger Nutzung in strukturierten therapeutischen Settings sowie anhaltende Halluzinationen (65,09 %), klinisch relevante Angst- (57,35 %) und Depressionssymptome (60,66 %). Qualitativ wurde der Nutzen als überwiegend positiv, aber kontextabhängig beschrieben.
Ein Beitrag der Zeitschrift Nature Biomedical Engineering trägt den Titel »Keeping psychedelics in mind«. Weitere Inhalte sind nur als Überschrift verfügbar.
Eine Studie mit Daten der National Couples' Health and Time Study verglich Paare mit psychedelischem Konsum, Stimulanzien- oder Opioidkonsum und ohne Drogenkonsum. Psychedelika-Konsum zeigte kaum Unterschiede zur Nichtkonsumgruppe, jedoch geringeres Commitment; Stimulanzien- und Opioidkonsum war mit schlechterer Beziehungsqualität verbunden. Die Ergebnisse legen Unterschiede im zwischenmenschlichen Funktionieren zwischen den Konsumgruppen nahe.
Eine anonyme Online-Umfrage unter 298 Psychiatrie-Fachpersonen in Frankreich (Dezember 2023 bis Januar 2024) untersuchte Wissen und Haltung zu Psychedelika. 53 Prozent bewerteten das therapeutische Nutzen-Risiko-Verhältnis als günstig, 61 Prozent den Freizeitgebrauch als gefährlich. Die Autorinnen und Autoren beschreiben eine vorsichtige, im internationalen Vergleich zurückhaltendere Offenheit, die stark von persönlicher und klinischer Erfahrung mit Ketamin geprägt ist.
Ein Bericht der Philadelphia Tribune thematisiert Ibogain als mögliche Behandlungsoption bei Opioidsucht. Weitere Details sind dem Anrisstext nicht zu entnehmen.
Ein theoretischer Rahmen schlägt vor, dass rhythmische stroboskopische Lichtstimulation unter Psilocybin die Erfahrung moduliert, weil Psilocybin die Präzisionsgewichtung kortikaler Vorannahmen lockert und Alpha-Aktivität unterdrückt. Die Autoren leiten eine falsifizierbare Vorhersage für ein 2×3-Faktorendesign mit 5D-ASC-Messung ab. Das Modell verfolgt mechanistische und methodische Ziele, keinen therapeutischen Anspruch.
Ein Essay untersucht Carl Gustav Jungs Skepsis gegenüber psychedelischen Substanzen. Der Beitrag beschreibt, dass diese Haltung die Jungsche Gemeinschaft bis heute beeinflusst.
Ein Nachrichtenbeitrag berichtet, dass neue Forschung zu Psychedelika grosse Auswirkungen auf Patienten mit psychischen Erkrankungen haben könnte. Weitere Details sind dem Titel nicht zu entnehmen.
Eine Tierstudie an Ratten untersuchte akute und verzögerte Effekte von Psilocybin und seinem vermutlich nicht halluzinogenen Analogon Norbaeocystin auf angstähnliches Verhalten. Psilocybin wirkte kurzzeitig angstfördernd, bei Männchen auch Norbaeocystin; die Effekte waren dosis- und geschlechtsabhängig und vom Östruszyklus unabhängig. Die Ergebnisse könnten die Entwicklung neuer Therapeutika informieren.
Die FDA hat dargelegt, wie die ersten vom Bund finanzierten Ibogain-Studien durchgeführt werden könnten, mit stationärer kardiologischer Überwachung und einer Obergrenze der Startdosis von 10 mg/kg. Ausserdem wird berichtet, dass Compass Pathways über die Preisgestaltung spricht, während das NDA für COMP360 kurz vor dem Abschluss steht. Kantonale Cannabisbehörden warten zudem weiterhin auf Antworten der DEA zu Fragen der Umplanung.
Verhaltensanalystin Gianna Biscontini argumentiert, dass die Integration nach psychedelischen Erfahrungen auch messen sollte, was Menschen danach im Alltag anders machen. Symptomskalen allein zeigen nur, ob es der Person subjektiv besser geht.
Eine Online-Befragung mit 296 Teilnehmenden untersuchte, wie Intentionskategorien und deren Explizitheit mit wahrgenommenen Ergebnissen hoher Dosen klassischer serotonerger Psychedelika zusammenhängen. Explizite Intentionen gingen mit höheren Ergebniswerten einher, bestimmte Kategorien sagten die meisten Ergebnisse signifikant voraus. Die Ergebnisse deuten auf die Bedeutung der Intention für psychedelische Erfahrungen hin; es handelt sich um eine Preprint-Studie mit retrospektiven Selbstberichten.
Eine Online-Querschnittsbefragung mit 1022 Teilnehmenden untersuchte selbstberichtete akute und verzögerte unerwünschte Reaktionen bei naturalistischem Psychedelika-Konsum. Akute Reaktionen waren mit ähnlichen verzögerten Reaktionen sowie mit höherer aktueller Psychopathologie und geringerem Wohlbefinden verbunden, mit Ausnahme von Erbrechen. Die Autorinnen und Autoren betonen, dass die Befunde korrelativ und hypothesengenerierend sind und keine substanzspezifische Zuordnung erlauben.
Der Newsletter The Microdose meldet, dass die FDA die Öffentlichkeit zu klinischen Ibogain-Studien um Stellungnahme bittet und Gabun Anteile am wachsenden Ibogain-Interesse beansprucht. Zudem werden Risiken und Nutzen von fünf Psychedelika sowie ein Plädoyer für mehr religiöse Perspektiven in der Psychedelika-Forschung erwähnt.
Im Podcast-Gespräch mit Joe Moore spricht Kenneth Tupper über Schadensminderung, Drogenaufklärung und die toxische Drogenkrise in British Columbia. Thematisiert werden auch die Ayahuasca-Politik und psychedelische Public Health jenseits des medizinischen Modells.
Ein Interview mit dem Neurowissenschaftler Ali D. Güler thematisiert die aufkommende Forschung dazu, wie GLP-1-Medikamente das Gehirn beeinflussen. Der verfügbare Text ist sehr kurz, sodass weitere Details zur möglichen Wechselwirkung mit Psychedelika nicht erkennbar sind.
Paul Ryder, Gründer der Congregation for Sacred Practices, argumentiert, dass dem psychedelischen Feld eine Ausbildungsstätte für religiöse Leitungspersonen fehlt, die diese auch zur Rechenschaft zieht. Der Beitrag thematisiert damit die institutionelle Seite spiritueller psychedelischer Praxis.
Ein Beitrag ruft dazu auf, der FDA eine Rückmeldung zur Gestaltung psychedelischer Versorgung zu geben, bevor eine Frist am Montag abläuft. Er argumentiert anhand der Genesung eines Veteranen von starken Schmerzen, dass das psychiatrische Modell der Behörde wichtige Aspekte übersehe.
Der Quartalsrückblick von Psychedelic Alpha fasst die wichtigsten Entwicklungen des vorangegangenen Quartals in Wirkstoffentwicklung, Regulierung, Wissenschaft und weiteren Bereichen zusammen. Er gibt zudem einen Ausblick auf das kommende Quartal.
Die meisten psychedelischen Erfahrungen verlaufen ohne Zwischenfälle, doch wenn eine in eine Krise umschlägt, reagieren meist Rettungskräfte, Notaufnahmepersonal, Krisenberater und Polizei, die selten dafür ausgebildet sind. Ein neues Programm der Ohio State University soll dies ändern.
Die DEA hat vorgeschlagen, fünf Tryptamine in Schedule I einzustufen, darunter den Wirkstoff eines von der FDA als Breakthrough Therapy eingestuften Medikaments gegen postpartale Depression. Zudem hat Oregon geplante Gebührenerhöhungen für Psilocybin zurückgenommen, und ein GAO-Audit hält fest, dass DEA und FDA keine schriftlichen Verfahren für Planungsentscheidungen haben.