Eine doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte Pilotstudie prüfte bei 28 gesunden Freiwilligen die Wirkung einer einzelnen Ayahuasca-Dosis auf Intelligenz und verbales Gedächtnis. Es zeigten sich keine anhaltenden Veränderungen nach 21 Tagen; im Gedächtnistest unterschritt die 0,5-mL/kg-Gruppe nach 4 Stunden das Placebo. Die Autoren sehen die Ergebnisse als Grundlage für künftige, besser gepowerte Studien.
In einer randomisierten, doppelblinden Placebo-kontrollierten Studie mit 29 suizidalen Jugendlichen mit therapieresistenter Depression erhielt eine Gruppe eine einzelne niedrige Dosis intravenöses Ketamin, die andere Kochsalzlösung. Ketamin führte nicht zu stärkeren Reduktionen von Depressions- oder Suizidalitätswerten als Placebo, Dissoziationszeichen traten unter Ketamin häufiger auf. Die Autorinnen und Autoren sehen die Notaufnahme als machbaren Ort für schnelle antidepressive Behandlung und fordern grössere Studien.
In einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie mit 196 Frauen wurde eine einmalige subanästhetische Esketamin-Gabe während der Narkoseeinleitung bei Oozytenentnahme untersucht. Die Häufigkeit postoperativer Schlafstörungen am dritten Tag war in der Esketamingruppe niedriger (13,06% vs. 24,90%), wobei das Ergebnis knapp signifikant war. Esketamin ist hier nicht psychiatrisch, sondern als Anästhetikum eingesetzt, die Autoren fordern grössere Folgestudien.
Eine doppelblinde, placebokontrollierte randomisierte Studie mit 90 Gebärenden mit Schlafstörungen im geplanten Kaiserschnitt verglich ein esketaminhaltiges Einleitungsschema mit Standardeinleitung. Esketamin verbesserte den Schlaf am ersten postoperativen Tag signifikant; die sekundären Ergebnisse zu Schmerz, Rettungsanalgetika und postpartaler Depression waren explorativ und nicht eindeutig. Die Studie war nicht für Sekundär- oder Sicherheitsendpunkte gepowert.
In einer kleinen schwedischen Studie linderte eine einzelne Psilocybin-Dosis Depressionen innerhalb weniger Tage. Laut Selbstbeurteilung der Patientinnen und Patienten übertraf sie ein aktives Placebo über mehr als drei Monate. Nach einem Jahr hatte die Placebogruppe weitgehend aufgeholt.
Eine noch nicht rekrutierende Phase-1-Studie der Johns Hopkins University untersucht die subjektiven und verhaltensbezogenen Effekte von Psilocybin im Vergleich zu Placebo und Alkohol. Im Fokus stehen Dosisabhängigkeit, Beeinträchtigung und Missbrauchspotenzial.
Eine Metaanalyse von 25 randomisierten kontrollierten Studien mit 3344 Patienten fand, dass perioperatives Ketamin und Esketamin das Risiko eines postoperativen Delirs senken könnten, mit stärkerem Effekt bei hohen Dosen und grösseren Eingriffen. Die Evidenz gilt jedoch als nicht schlüssig, und das erhöhte Schwindelrisiko spricht laut den Autoren gegen eine routinemässige Empfehlung. Grössere multizentrische Studien seien nötig.
Psychiater schlagen vor, in Psilocybin-Studien ein Multidrug-Scheinpräparat einzusetzen, weil die meisten Studienteilnehmenden erkennen, ob sie den echten Wirkstoff erhalten haben. Die Verblindung gilt bei psychedelischen Studien als methodische Herausforderung.
Ein theoretischer Rahmen schlägt vor, dass rhythmische stroboskopische Lichtstimulation unter Psilocybin die Erfahrung moduliert, weil Psilocybin die Präzisionsgewichtung kortikaler Vorannahmen lockert und Alpha-Aktivität unterdrückt. Die Autoren leiten eine falsifizierbare Vorhersage für ein 2×3-Faktorendesign mit 5D-ASC-Messung ab. Das Modell verfolgt mechanistische und methodische Ziele, keinen therapeutischen Anspruch.
Diese narrative Übersichtsarbeit fasst die Evidenz zu intravenösem racemischem Ketamin und intranasalem Esketamin bei Erwachsenen mit akuter Suizidalität zusammen. Intravenöses Ketamin reduziert suizidale Gedanken kurzfristig und rasch, belegt ist jedoch keine Verhinderung von Suizidversuchen oder Todesfällen. Die Autoren schlagen zudem einen nicht validierten konzeptionellen Rahmen vor, der klinische Risikoeinschätzung und Sicherheitsplanung ergänzen soll.
Eine geplante Phase-1/2a-Studie an einem Standort untersucht Sicherheit, Verträglichkeit und erste Wirkungen von überwachtem Ibogain mit zwölf Monaten Nachsorge bei Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Opioidgebrauchsstörung. Vorgesehen sind 60 Teilnehmende in drei Kohorten, darunter eine randomisierte Doppelblind-Gruppe gegen Naltrexon. Die Studie ist noch nicht rekrutierend und hat keinen IND-Antrag eingereicht.
Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse von sieben randomisierten kontrollierten Studien (N = 346) untersuchte Zusatzstrategien zu intravenösem Ketamin bei therapieresistenter Depression. Die Zusätze zeigten gegenüber den Kontrollbedingungen keinen statistisch signifikanten Zusatznutzen (SMD = -0.12; 95%-KI -0.37 bis 0.12). Die Autoren halten die Evidenz für zu schwach, um Augmentation routinemässig zu empfehlen.
Ein lebendes systematisches Review und eine Metaanalyse mit sechs randomisierten kontrollierten Studien und 286 Teilnehmenden zeigen, dass die MDMA-gestützte Therapie PTBS-Symptome kurzfristig stärker senkt als Kontrollbedingungen (Hedges' g = -0,71). Alle eingeschlossenen Studien wurden von MAPS gesponsert, und die Evidenzqualität wird nach GRADE als niedrig eingestuft. Die Daten sind über eine offene Online-Plattform zugänglich und werden laufend aktualisiert.