Zwei Querschnittsstudien untersuchten, wie häufig Meditation mit psychoaktiven Substanzen kombiniert wird. Studie 1 (N = 1391) zeigte, dass Alkohol (29%), Cannabis (19%) und Nikotin (16%) häufiger mit Meditation kombiniert wurden als klassische Psychedelika (6%). Die Zusammenhänge mit Wohlbefinden waren uneinheitlich; Alkohol mit Meditation ging mit besserem Wohlbefinden einher.
Ein Preprint berichtet über 14 Teilnehmende einer Gruppen-Psilocybin-Zeremonie in einem integrativen Retreat. Vor und nach den Zeremonien zeigten sich laut Angaben signifikante Zunahmen der wahrgenommenen sozialen Verbundenheit sowie eine Abnahme des Belastungserlebens. Die Autorinnen und Autoren sehen darin Hinweise auf soziale Effekte von Gruppensettings, die in Einzeltherapiemodellen nicht erfasst werden.
Eine methodische Arbeit schlägt ein Evaluationsrahmenwerk für psychedelische Harm-Reduction-Dienste an Grossveranstaltungen vor und erprobt es formativ am Beispiel des Zendo Project an zwei Events. Datenbasis waren 19 Vorher-Befragungen, fünf Nachher-Befragungen und zwei gepaarte Datensätze von medizinischem Personal. Die Autoren betonen, dass die positiven Einschätzungen Wahrnehmungen des Personals sind und keine unabhängig geprüften Effekte belegen.
Dieser Preprint argumentiert, dass urteilsfähige Erwachsene Psilocybin auch zur psychischen Wellness oder zur Linderung existenzieller Angst wählen können sollten, nicht nur bei ärztlich diagnostizierten Krankheiten. Der Autor betont, dass die Kosten vom Regulierungsrahmen abhängen und ohne öffentliche Subventionen den Zugang einschränken könnten. Der Artikel streift zudem Sicherheitsdaten, die politische Geschichte der Einstufung und einen kanadischen Fall.