Ein Übersichtsartikel betrachtet psychedelische Therapien aus klinischer, methodischer, ethischer und implementierungswissenschaftlicher Sicht. Die Autorinnen und Autoren argumentieren, dass bisherige Studien vor allem einen Wirksamkeitsnachweis unter kontrollierten Bedingungen erbringen, nicht aber die Reife für eine breite klinische Anwendung. Nötig seien stärkere Belege zu Dauerhaftigkeit, Sicherheitsmonitoring, vergleichender Wirksamkeit und Alltagsimplementierung.
Eine methodische Arbeit schlägt ein Evaluationsrahmenwerk für psychedelische Harm-Reduction-Dienste an Grossveranstaltungen vor und erprobt es formativ am Beispiel des Zendo Project an zwei Events. Datenbasis waren 19 Vorher-Befragungen, fünf Nachher-Befragungen und zwei gepaarte Datensätze von medizinischem Personal. Die Autoren betonen, dass die positiven Einschätzungen Wahrnehmungen des Personals sind und keine unabhängig geprüften Effekte belegen.
Ein lebendes systematisches Review und eine Metaanalyse mit sechs randomisierten kontrollierten Studien und 286 Teilnehmenden zeigen, dass die MDMA-gestützte Therapie PTBS-Symptome kurzfristig stärker senkt als Kontrollbedingungen (Hedges' g = -0,71). Alle eingeschlossenen Studien wurden von MAPS gesponsert, und die Evidenzqualität wird nach GRADE als niedrig eingestuft. Die Daten sind über eine offene Online-Plattform zugänglich und werden laufend aktualisiert.