Ketamin-Therapie bei Depressionen
Ein Bericht des ORF thematisiert die Ketamin-Therapie bei Depressionen. Weitere Details sind im verfügbaren Text nicht enthalten.
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Ein Bericht des ORF thematisiert die Ketamin-Therapie bei Depressionen. Weitere Details sind im verfügbaren Text nicht enthalten.
Ein Artikel der New York Times thematisiert, weshalb Pharmaunternehmen Ketamin-Medikamente rasch auf den Markt bringen wollen. Nur die Schlagzeile ist verfügbar.
In einer randomisierten, doppelblinden Placebo-kontrollierten Studie mit 29 suizidalen Jugendlichen mit therapieresistenter Depression erhielt eine Gruppe eine einzelne niedrige Dosis intravenöses Ketamin, die andere Kochsalzlösung. Ketamin führte nicht zu stärkeren Reduktionen von Depressions- oder Suizidalitätswerten als Placebo, Dissoziationszeichen traten unter Ketamin häufiger auf. Die Autorinnen und Autoren sehen die Notaufnahme als machbaren Ort für schnelle antidepressive Behandlung und fordern grössere Studien.
Der Beitrag auf KevinMD thematisiert Unterschiede zwischen Esketamin und Ketamin im Hinblick auf Überweisungen. Mehr ist aus der Überschrift nicht ersichtlich.
Eine doppelblinde, randomisierte Studie mit 84 Patientinnen und Patienten mit Adipositas und Magenverkleinerung verglich Esketamin-basierte opioidfreie Anästhesie mit einer opioidbasierten Anästhesie mit Remifentanil. Die Esketamin-Gruppe berichtete über signifikant weniger postoperative Schmerzen innerhalb von 24 Stunden und bessere psychische Gesundheit nach drei Monaten, ohne mehr unerwünschte Ereignisse. Die Ergebnisse deuten auf einen möglichen Nutzen bei Schmerz und psychischer Gesundheit hin, betreffen jedoch eine Anwendung in der Anästhesie.
Eine im American Journal of Psychiatry veröffentlichte Arbeit untersucht, ob niedrigdosiertes Buprenorphin die antisuizidalen Effekte einer Ketamininfusion bei schwerer depressiver Störung verlängert. Zudem wird der Zusammenhang zwischen antidepressiven und antisuizidalen Effekten betrachtet. Weitere Details sind nur der Überschrift zu entnehmen.
Ein Artikel im American Journal of Psychiatry untersucht Buprenorphin nach Ketamin bei Suizidgedanken. Laut Titel geht es um Dauerhaftigkeit, Spezifität und Confounding.
Der Titel stellt die Frage, ob eine Ketamin-Verlängerung oder eine Buprenorphin-Erhaltungstherapie gewählt werden sollte. Weitere Details sind nur als Überschrift verfügbar.
Der Titel deutet auf eine Untersuchung hin, in der Buprenorphin nach Ketamin bei Suizidgedanken in der Notaufnahme eingesetzt wird, um Patientinnen und Patienten in die weitere Behandlung zu überführen. Weitere Details sind nicht verfügbar.
In einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie mit 196 Frauen wurde eine einmalige subanästhetische Esketamin-Gabe während der Narkoseeinleitung bei Oozytenentnahme untersucht. Die Häufigkeit postoperativer Schlafstörungen am dritten Tag war in der Esketamingruppe niedriger (13,06% vs. 24,90%), wobei das Ergebnis knapp signifikant war. Esketamin ist hier nicht psychiatrisch, sondern als Anästhetikum eingesetzt, die Autoren fordern grössere Folgestudien.
Eine doppelblinde, placebokontrollierte randomisierte Studie mit 90 Gebärenden mit Schlafstörungen im geplanten Kaiserschnitt verglich ein esketaminhaltiges Einleitungsschema mit Standardeinleitung. Esketamin verbesserte den Schlaf am ersten postoperativen Tag signifikant; die sekundären Ergebnisse zu Schmerz, Rettungsanalgetika und postpartaler Depression waren explorativ und nicht eindeutig. Die Studie war nicht für Sekundär- oder Sicherheitsendpunkte gepowert.
Diese Übersichtsarbeit im Journal of Neurotrauma beschreibt, wie Psychoplastogene wie Ketamin, Psilocybin und DMT die Neuroplastizität fördern könnten. Sie untersucht dies für chronische kognitive Defizite nach traumatischer Hirnverletzung, für die bislang keine wirksamen medikamentösen Therapien existieren. Die Autorinnen und Autoren sehen einen dringenden Forschungsbedarf in der chronischen Phase der Erkrankung.
Dieser narrative Review fasst molekulare, zelluläre, neuronale und bildgebende Befunde zu Ketamin bei Depression zusammen und prüft, ob die Normalisierung einer pathologischen Gehirntopologie ein gemeinsamer systemischer Wirkweg ist. Laut Review erhöht Ketamin innerhalb von Stunden die globale Konnektivität und die Signalvielfalt in fMRT- und EEG-Befunden. Die Autoren schlagen vor, dass Ketamins molekulare Wirkungen notwendig, aber nicht hinreichend sind.
Eine neue Studie liefert Hinweise darauf, dass die antidepressive Wirkung von Ketamin, die oft etwa 24 Stunden nach einer einzelnen Dosis auftritt, mit einer Beruhigung der Habenula-Aktivierung und einer Verringerung des aversiven Lernens bei gesunden Probanden zusammenfällt. Die Befunde stammen aus dem Bereich der Grundlagenforschung und beschreiben einen möglichen neuronalen Zusammenhang.
Eine präklinische Studie an Plattwürmern (Girardia dorotocephala, 15 Tiere in drei Gruppen) untersuchte, wie Ketamin die Reaktivierung konditionierter aversiver Erinnerungen beeinflusst. Die Gabe von 10 μM Ketamin verringerte defensive Verhaltensweisen gegenüber der Kontrollgruppe, und die Proteomanalyse zeigte Veränderungen in Signalwegen der Neuroplastizität. Die Autoren betrachten die Befunde als vorläufig.
Laut Schlagzeile wirkt intravenös verabreichtes Esketamin schneller als die subkutane Gabe, beide Routen erreichen jedoch am Ende vergleichbare Ergebnisse.
Ein systematischer Review fasst Geschichte, Wirkmechanismen, klinische Anwendungen und Risiken von Ketamin zusammen. Eingeschlossen wurden 106 peer-reviewed Publikationen aus mehreren Datenbanken. Behandelt werden unter anderem therapieresistente Depression, Schmerz, Off-label-Einsatz bei PTBS und Angst sowie Telemedizin-Verschreibung.
Eine Metaanalyse von 25 randomisierten kontrollierten Studien mit 3344 Patienten fand, dass perioperatives Ketamin und Esketamin das Risiko eines postoperativen Delirs senken könnten, mit stärkerem Effekt bei hohen Dosen und grösseren Eingriffen. Die Evidenz gilt jedoch als nicht schlüssig, und das erhöhte Schwindelrisiko spricht laut den Autoren gegen eine routinemässige Empfehlung. Grössere multizentrische Studien seien nötig.
Eine anonyme Online-Umfrage unter 298 Psychiatrie-Fachpersonen in Frankreich (Dezember 2023 bis Januar 2024) untersuchte Wissen und Haltung zu Psychedelika. 53 Prozent bewerteten das therapeutische Nutzen-Risiko-Verhältnis als günstig, 61 Prozent den Freizeitgebrauch als gefährlich. Die Autorinnen und Autoren beschreiben eine vorsichtige, im internationalen Vergleich zurückhaltendere Offenheit, die stark von persönlicher und klinischer Erfahrung mit Ketamin geprägt ist.
Laut Titel untersucht die Studie, wie Ketamin synaptische und monoaminerge Strukturen in aus humanen iPSC gewonnenen Neuronen verändert. Weitere Details sind dem vorliegenden Headline-Text nicht zu entnehmen.
Eine Preprint-Studie mit 53 Patientinnen und Patienten mit therapieresistenter Depression und 53 gesunden Kontrollen untersuchte, wie Esketamin die Verarbeitung von Gesichtsausdrücken verändert. Ein niedrigeres Antwortkriterium vor Behandlung ging mit Ansprechen und stärkerer Besserung einher, die negative Kategorisierung neutraler Gesichter spiegelte den klinischen Verlauf. Die Befunde sind noch nicht unabhängig repliziert.
Diese narrative Übersichtsarbeit fasst die Evidenz zu intravenösem racemischem Ketamin und intranasalem Esketamin bei Erwachsenen mit akuter Suizidalität zusammen. Intravenöses Ketamin reduziert suizidale Gedanken kurzfristig und rasch, belegt ist jedoch keine Verhinderung von Suizidversuchen oder Todesfällen. Die Autoren schlagen zudem einen nicht validierten konzeptionellen Rahmen vor, der klinische Risikoeinschätzung und Sicherheitsplanung ergänzen soll.
Eine kleine Längsschnittstudie mit 10 Erwachsenen mit schwerer depressiver Störung untersuchte DNA-Methylierung in Wangenschleimhaut-Proben vor und nach drei Sitzungen intranasalem Ketamin in einer Psychotherapie. Die Depressionswerte besserten sich deutlich; gefunden wurde eine Methylierungssignatur mit Notch-bezogenen Signalwegen. Die Autoren betonen, dass dies weder Hirnaktivierung noch Kausalität belegt.
Diese Übersichtsarbeit als praktischer Leitfaden für Verschreibende behandelt Wirkmechanismus, Patientenauswahl, Komorbiditäten, Dosierung, Begleitmedikation, Nebenwirkungsmanagement und Kontraindikationen von intranasalem Esketamin bei therapieresistenter Depression. Sie kennzeichnet jede Empfehlung als Zulassungsangabe, Expertenkonsens oder ungeprüfte Praxis. Laut Text zeigt die Evidenz keinen Vorteil von 84 mg gegenüber 56 mg.
Eine qualitative Studie mit 14 Patientinnen und Patienten sowie 10 Klinikerinnen und Klinikern in deutschen psychiatrischen Settings untersucht, was Sicherheitsgefühl bei (Es)ketamin-Behandlungen ermöglicht. Genannt werden therapeutische Präsenz, körperliche Erdung und strukturierte Unterstützung nach der Behandlung; Kliniker sehen Ketamin eher als Katalysator, Patienten eher als Linderung. Die Autoren leiten ethische Empfehlungen ab; die Studie ist explorativ.
Diese Preprint-Studie mit 18 gesunden Freiwilligen kombinierte [11C]-UCBJ-PET, Diffusionsbildgebung, Ruhe-fMRT und EEG-Aufgaben. Die Autoren fanden keine signifikanten Veränderungen der Marker nach Ketamin (n = 11) oder DMT (n = 7) im Vergleich zum Ausgangswert. Die synaptische SV2A-Dichte korrelierte mit Neuritenarchitektur und Plastizitätsmassen im EEG, was Diffusions- und EEG-Marker als Surrogatmarker stützt.
Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse von sieben randomisierten kontrollierten Studien (N = 346) untersuchte Zusatzstrategien zu intravenösem Ketamin bei therapieresistenter Depression. Die Zusätze zeigten gegenüber den Kontrollbedingungen keinen statistisch signifikanten Zusatznutzen (SMD = -0.12; 95%-KI -0.37 bis 0.12). Die Autoren halten die Evidenz für zu schwach, um Augmentation routinemässig zu empfehlen.
Diese Arbeit, entstanden aus einem Vortrag zu Ehren von Gordon Parker, vergleicht biomedizinisches Ketamin mit psychedelisch unterstützter Therapie bei therapieresistenter Depression. Vorläufige Ergebnisse einer offenen, nicht randomisierten Studie deuten darauf hin, dass biomedizinisches Ketamin bei melancholischer Depression besser wirken könnte als bei nicht melancholischer. Studien zu Ketamin mit integrierter Psychotherapie fehlen bislang; die Autoren skizzieren einen empirischen Ansatz dafür.
In einer Studie an männlichen Sprague-Dawley-Ratten mit Selbstverabreichungsmodell untersuchten Forschende, ob Hericium-erinaceus-Myzel und Erinacin A die verstärkende Wirkung von Ketamin verringern. Bei höheren Dosen reduzierten beide Substanzen Ketaminkonsum und Motivation; das Myzel beeinflusste die Futterbelohnung nicht, Erinacin A hingegen schon. Die Ergebnisse könnten auf einen möglichen Zusatz zur Minderung des Missbrauchsrisikos bei Ketamintherapie hinweisen.