Diese Übersichtsarbeit im Journal of Neurotrauma beschreibt, wie Psychoplastogene wie Ketamin, Psilocybin und DMT die Neuroplastizität fördern könnten. Sie untersucht dies für chronische kognitive Defizite nach traumatischer Hirnverletzung, für die bislang keine wirksamen medikamentösen Therapien existieren. Die Autorinnen und Autoren sehen einen dringenden Forschungsbedarf in der chronischen Phase der Erkrankung.
Zwei Querschnittsstudien untersuchten, wie häufig Meditation mit psychoaktiven Substanzen kombiniert wird. Studie 1 (N = 1391) zeigte, dass Alkohol (29%), Cannabis (19%) und Nikotin (16%) häufiger mit Meditation kombiniert wurden als klassische Psychedelika (6%). Die Zusammenhänge mit Wohlbefinden waren uneinheitlich; Alkohol mit Meditation ging mit besserem Wohlbefinden einher.
Eine Preprint-Studie auf bioRxiv untersuchte, wie die Psychedelika LSD und DMT die neurovaskuläre Kopplung im Ruhezustand verändern. Mithilfe eines Algorithmus zur blinden Dekonvolution des BOLD-Signals fanden die Autorinnen und Autoren in serotoninreichen Hirnregionen längere hämodynamische Verzögerungen unter beiden Substanzen. Die Ergebnisse legen nahe, dass vaskuläre Effekte bei künftigen Neuroimaging-Studien berücksichtigt werden sollten.
Eine anonyme Online-Umfrage unter 298 Psychiatrie-Fachpersonen in Frankreich (Dezember 2023 bis Januar 2024) untersuchte Wissen und Haltung zu Psychedelika. 53 Prozent bewerteten das therapeutische Nutzen-Risiko-Verhältnis als günstig, 61 Prozent den Freizeitgebrauch als gefährlich. Die Autorinnen und Autoren beschreiben eine vorsichtige, im internationalen Vergleich zurückhaltendere Offenheit, die stark von persönlicher und klinischer Erfahrung mit Ketamin geprägt ist.
Eine Tierstudie an männlichen Wistar-Ratten untersuchte, wie Ayahuasca (60 mg/kg oral) die Rekonsolidierung von Furchtgedächtnissen beeinflusst. Die Behandlung reduzierte das Erstarrungsverhalten und ging mit mehr dendritischen Dornen im Hippocampus und präfrontalen prälimbischen Kortex einher, während die Neurogenese unverändert blieb. Die Ergebnisse deuten auf rasche synaptische Umbauprozesse als Grundlage der Wirkung hin.