Eine doppelblinde, placebokontrollierte randomisierte Studie mit 90 Gebärenden mit Schlafstörungen im geplanten Kaiserschnitt verglich ein esketaminhaltiges Einleitungsschema mit Standardeinleitung. Esketamin verbesserte den Schlaf am ersten postoperativen Tag signifikant; die sekundären Ergebnisse zu Schmerz, Rettungsanalgetika und postpartaler Depression waren explorativ und nicht eindeutig. Die Studie war nicht für Sekundär- oder Sicherheitsendpunkte gepowert.
Ein systematischer Review fasst Geschichte, Wirkmechanismen, klinische Anwendungen und Risiken von Ketamin zusammen. Eingeschlossen wurden 106 peer-reviewed Publikationen aus mehreren Datenbanken. Behandelt werden unter anderem therapieresistente Depression, Schmerz, Off-label-Einsatz bei PTBS und Angst sowie Telemedizin-Verschreibung.
Diese narrative Übersichtsarbeit fasst die Evidenz zu intravenösem racemischem Ketamin und intranasalem Esketamin bei Erwachsenen mit akuter Suizidalität zusammen. Intravenöses Ketamin reduziert suizidale Gedanken kurzfristig und rasch, belegt ist jedoch keine Verhinderung von Suizidversuchen oder Todesfällen. Die Autoren schlagen zudem einen nicht validierten konzeptionellen Rahmen vor, der klinische Risikoeinschätzung und Sicherheitsplanung ergänzen soll.
Eine qualitative Studie mit 14 Patientinnen und Patienten sowie 10 Klinikerinnen und Klinikern in deutschen psychiatrischen Settings untersucht, was Sicherheitsgefühl bei (Es)ketamin-Behandlungen ermöglicht. Genannt werden therapeutische Präsenz, körperliche Erdung und strukturierte Unterstützung nach der Behandlung; Kliniker sehen Ketamin eher als Katalysator, Patienten eher als Linderung. Die Autoren leiten ethische Empfehlungen ab; die Studie ist explorativ.