Ein Artikel von Scientific American berichtet laut Schlagzeile, dass Psychedelika eine "verborgene Ordnung" in der Hirnaktivität erzeugen können. Dies könnte erklären, wie sie das Selbstgefühl beeinflussen.
Diese Übersichtsarbeit im Journal of Neurotrauma beschreibt, wie Psychoplastogene wie Ketamin, Psilocybin und DMT die Neuroplastizität fördern könnten. Sie untersucht dies für chronische kognitive Defizite nach traumatischer Hirnverletzung, für die bislang keine wirksamen medikamentösen Therapien existieren. Die Autorinnen und Autoren sehen einen dringenden Forschungsbedarf in der chronischen Phase der Erkrankung.
Diese Übersichtsarbeit fasst Chemie, Pharmakologie und Wirkmechanismen von Psilocybin bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer zusammen. Sie beschreibt Effekte über 5-HT2A-Rezeptoren und BDNF/TrkB- und mTOR-Signalwege sowie präklinische Befunde zu Plastizität und Entzündung. Die Autoren betonen, dass randomisierte kontrollierte Studien nötig sind, um Wirksamkeit und Langzeitsicherheit zu prüfen.
Eine Tierstudie zeigt, dass Psilocybin die Bildung und Reifung von Synapsen fördert und den Abbau bestehender Synapsen beschleunigt. Die Signalübertragung über 5-HT2A-Rezeptoren in Pyramidenzellen der Schicht 5 ist laut den Autorinnen und Autoren notwendig und ausreichend für diese synaptische Umgestaltung, nicht aber für die Kopfzuckungsreaktion, ein Tiermodell für Halluzinationen.
Der Artikel berichtet laut Titel, dass Magic Mushrooms das Gehirn durcheinanderbringen und neu ordnen. Weitere Details sind nur der Überschrift zu entnehmen.
Ein theoretischer Rahmen schlägt vor, dass rhythmische stroboskopische Lichtstimulation unter Psilocybin die Erfahrung moduliert, weil Psilocybin die Präzisionsgewichtung kortikaler Vorannahmen lockert und Alpha-Aktivität unterdrückt. Die Autoren leiten eine falsifizierbare Vorhersage für ein 2×3-Faktorendesign mit 5D-ASC-Messung ab. Das Modell verfolgt mechanistische und methodische Ziele, keinen therapeutischen Anspruch.
Eine Tierstudie untersuchte, ob ein Phosphodiesterase-9-Hemmer (PDE9i) die wahrnehmungsbezogenen Effekte von Psilocybin bei Nagetieren verringert. Der hemmende Wirkstoff reduzierte das Kopfzucken als Mass für die 5-HT₂A-Rezeptor-Aktivierung, während die antidepressiv ähnliche Wirkung erhalten blieb. Zudem veränderte die Kombination Signalwege im synaptischen Proteom.
Eine Tierstudie an Planarien untersuchte, ob Psilocybin assoziatives Lernen verbessert. Nach einmaliger Gabe von 5 µM Psilocybin zeigten behandelte Tiere in einem Konditionierungsparadigma mit Licht und Saccharose eine signifikant stärkere Verschiebung der Lichtpräferenz als Kontrollen, mit Effekten über mindestens sechs Tage. Die Autoren deuten dies als Hinweis auf evolutionär konservierte serotonerge Mechanismen neuroplastischer Effekte.