In einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie mit 196 Frauen wurde eine einmalige subanästhetische Esketamin-Gabe während der Narkoseeinleitung bei Oozytenentnahme untersucht. Die Häufigkeit postoperativer Schlafstörungen am dritten Tag war in der Esketamingruppe niedriger (13,06% vs. 24,90%), wobei das Ergebnis knapp signifikant war. Esketamin ist hier nicht psychiatrisch, sondern als Anästhetikum eingesetzt, die Autoren fordern grössere Folgestudien.
Eine doppelblinde, placebokontrollierte randomisierte Studie mit 90 Gebärenden mit Schlafstörungen im geplanten Kaiserschnitt verglich ein esketaminhaltiges Einleitungsschema mit Standardeinleitung. Esketamin verbesserte den Schlaf am ersten postoperativen Tag signifikant; die sekundären Ergebnisse zu Schmerz, Rettungsanalgetika und postpartaler Depression waren explorativ und nicht eindeutig. Die Studie war nicht für Sekundär- oder Sicherheitsendpunkte gepowert.
Eine Online-Querschnittsbefragung mit 497 MDMA-erfahrenen Teilnehmenden (rekrutiert über Prolific) untersuchte negative Nachwirkungen nach MDMA-Konsum. 74,5 % berichteten mindestens einmal davon, typischerweise rund 24 Stunden nach der Einnahme und durchschnittlich 40 Stunden anhaltend. Häufig genannt wurden Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und Unruhe; 6,2 % berichteten aktive Suizidgedanken.
Eine Online-Befragung mit 296 Teilnehmenden untersuchte, wie Intentionskategorien und deren Explizitheit mit wahrgenommenen Ergebnissen hoher Dosen klassischer serotonerger Psychedelika zusammenhängen. Explizite Intentionen gingen mit höheren Ergebniswerten einher, bestimmte Kategorien sagten die meisten Ergebnisse signifikant voraus. Die Ergebnisse deuten auf die Bedeutung der Intention für psychedelische Erfahrungen hin; es handelt sich um eine Preprint-Studie mit retrospektiven Selbstberichten.