Diese Sekundäranalyse einer randomisierten Warteliste-kontrollierten Studie (N = 20) untersuchte selbsttranszendente Erfahrungen während MDMA-gestützter Therapie bei generalisierter sozialer Angststörung. Verbundenheitsbezogene Erfahrungen sagten höhere Verbundenheit, Dankbarkeit und Lebenssinn nach der Behandlung voraus, jedoch keine Reduktion sozialer Angst. Die Ergebnisse sind als Vorprüfung zu verstehen und noch nicht durch grössere Studien bestätigt.
Ein Übersichtsartikel betrachtet psychedelische Therapien aus klinischer, methodischer, ethischer und implementierungswissenschaftlicher Sicht. Die Autorinnen und Autoren argumentieren, dass bisherige Studien vor allem einen Wirksamkeitsnachweis unter kontrollierten Bedingungen erbringen, nicht aber die Reife für eine breite klinische Anwendung. Nötig seien stärkere Belege zu Dauerhaftigkeit, Sicherheitsmonitoring, vergleichender Wirksamkeit und Alltagsimplementierung.
Eine Online-Querschnittsbefragung mit 497 MDMA-erfahrenen Teilnehmenden (rekrutiert über Prolific) untersuchte negative Nachwirkungen nach MDMA-Konsum. 74,5 % berichteten mindestens einmal davon, typischerweise rund 24 Stunden nach der Einnahme und durchschnittlich 40 Stunden anhaltend. Häufig genannt wurden Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und Unruhe; 6,2 % berichteten aktive Suizidgedanken.
Eine methodische Arbeit schlägt ein Evaluationsrahmenwerk für psychedelische Harm-Reduction-Dienste an Grossveranstaltungen vor und erprobt es formativ am Beispiel des Zendo Project an zwei Events. Datenbasis waren 19 Vorher-Befragungen, fünf Nachher-Befragungen und zwei gepaarte Datensätze von medizinischem Personal. Die Autoren betonen, dass die positiven Einschätzungen Wahrnehmungen des Personals sind und keine unabhängig geprüften Effekte belegen.
Ein lebendes systematisches Review und eine Metaanalyse mit sechs randomisierten kontrollierten Studien und 286 Teilnehmenden zeigen, dass die MDMA-gestützte Therapie PTBS-Symptome kurzfristig stärker senkt als Kontrollbedingungen (Hedges' g = -0,71). Alle eingeschlossenen Studien wurden von MAPS gesponsert, und die Evidenzqualität wird nach GRADE als niedrig eingestuft. Die Daten sind über eine offene Online-Plattform zugänglich und werden laufend aktualisiert.